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Ist das nicht erstaunlich? Hier tragen Sie nicht einfach
          nur einen Ring am Finger, sondern ein kleines Stück
          japanischer  HANDWERKSGESCHICHTE. Das Moku­
          me­Gane­Verfahren entstand bereits im 17. Jahrhun­
          dert und begeistert bis heute mit seinen markanten
          Mustern. Einst schmückte die aufwendige Technik die
          Griffe kostbarer Samurai­Schwerter in Japan und galt als
          Ausdruck höchster Schmiedekunst. Lange blieb diese
          ein streng gehütetes Geheimnis, bis  westliche Kunst­
          handwerker sie in den 1960ER JAHREN neu entdeck­
          ten und für die Schmuckgestaltung adaptierten. Seit­
          dem entstehen daraus außergewöhnliche Ringe mit
          hoher Symbolkraft.

          Schmieden, Walzen, Drehen


          Die Herstellung eines Mokume­Gane­Rings ist ein ech­
          tes Meisterwerk aus Geduld, Erfahrung und Präzision.
          Zunächst  werden die zahlreichen  HAUCHDÜNNEN
          SCHICHTEN verschiedener Edelmetalle – etwa Gelb­,
          Weiß­ oder Rotgold, aber auch  Platin, Palladium oder
          Silber – sorgfältig übereinandergelegt. Unter großer
          Hitze und hohem Druck  VERBINDEN sich diese
          Metallschichten dauerhaft miteinander.  Anschließend
          beginnt die eigentliche Kunst: Durch Schmieden,
          WALZEN,  DREHEN, Fräsen und gezielte Einschnitte
          entstehen die typischen organischen Muster, die an
          Holzmaserungen oder fließenden Marmor erinnern.


          Kein Ring wie der andere

          Besonders spannend dabei ist, dass kein Ring dem
          anderen gleicht. Kleine Veränderungen beim Bearbeiten
          erzeugen immer neue Strukturen und Farbverläufe. Die                                        © Gunter Graf
          meisten darauf spezialisierten Goldschmiede arbeiten
          deshalb bewusst frei und intuitiv, um jedem Schmuck­   AURORA BOREALIS
          stück seinen ganz eigenen Charakter zu verleihen.
          Nach dem Formen wird die Oberfläche oft noch leicht    … am Atlantik, Bächlein, Baumrinde, Glücksringe, Fin­
          ANGEÄTZT oder speziell poliert, damit die unter­       gerprints, Tango. Zugegeben – Trauringe würde man im
          schiedlichen Metallschichten optisch stärker hervor­   ersten Moment nicht damit verbinden.  Aber das ist die
          treten. Erst dadurch entfaltet Mokume Gane seine       Besonderheit, die die Kreationen von Schmuckdesigner
          beeindruckende Tiefenwirkung.                          Gunther Graf ausmacht. Einige der Trauringe sind nur
                                                                 innen rund. Das Äußere der Schmuckstücke wird durch
                                                                 das Motiv dominiert. Bevor es an die Arbeit geht, ist ein
          Geheimnisvolles Shakudo                                ausführliches Gespräch angesagt. Hier entscheiden
                                                                 Schmuckdesigner und Auftraggeber über Form, Material
          Für besonders starke Kontraste sorgt das sogenannte    und Oberflächengestaltung. Persönliche Erfahrungen,
          SHAKUDŌ – eine traditionelle japanische Kupfer­        wie die Geschichte des Kennenlernens oder Ereignisse
          Gold­Legierung, die mit der Zeit eine charakteristische   im Leben der Partner, können in das Design einfließen.
          dunkelbraune bis fast schwarze Patina entwickelt. Gera­  Am Ende der schöpferischen Zusammenarbeit entste­
          de diese warmen, dunklen Nuancen verleihen den Rin­    hen unverwechselbare Trauringe mit persönlicher Prä­
          gen einen geheimnisvollen Ausdruck.                    gung. Aus der Erfahrung des Schmuckgestalters ist es
          Die Herstellungzeit der Mokume Gane­Trauringe ist      das, was sich viele Brautpaare wünschen: Einzigartigkeit,
          äußerst aufwendig und dauert meist zwischen  ACHT      Originalität und Frische gepaart mit hohem künstleri­
          BIS VIER WOCHEN –  das sollten Sie einplanen.          schen Anspruch.
                                                Anja Jahn



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